Glossar

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Querkrafteinfluss

Ist der relative Einfluss einer auf den Sensor wirkenden Querkraft auf das Mess-Signal.

Biegemomenteinfluss

Ist der relative Einfluss eines am Sensor wirkenden Biegemoments auf das Messsignal.

Nennmessweg

Ist die Verformung des Sensors bei Anliegen der zulässigen Messgröße, gemessen an den äußeren Krafteinleitungsflächen.

Zulässige Schwingbeanspruchung

Bereich, in dem eine wechselnde Belastung der vom Sensor aufgenommenen Messgröße zulässig ist (angegeben durch z.B. 20% bis 100% FSO).

Übersprechen

Ist das Ansprechen eines Sensors auf eine nicht vorgesehene Messgröße wie etwa eine Kraft quer zur Belastungsrichtung, welche von Interesse ist. Die Angabe erfolgt bei gleichen Einheiten in Prozent (z.B.: N/N). Ansonsten werden die Einheiten direkt als Bruch angegeben (z.B.: Nm/N).

Lagerungstemperaturbereich

Temperaturbereich, in dem der Sensor seine Lagerlebensdauer erreicht.

Lagerlebensdauer

Die Lebensdauer, bei der ein Sensor unter definierten Bedingungen gelagert werden kann, ohne seine garantierten Eigenschaften zu verlieren.

Dauerbelastbarkeit

Die angegebene Belastbarkeit, welche bei ununterbrochener Einwirkung für eine spezifische Dauer angewendet werden darf.

Zykluslebensdauer

Die garantierte Anzahl an Messzyklen, über die ein Sensor seine Eigenschaften innerhalb bestimmter Grenzen behält.

Einsatzlebensdauer

Die garantierte Zeitspanne, über welche der Sensor seine Eigenschaften innerhalb bestimmter Grenzen behält.

Dehnungsfehler

Ein Fehler, welcher aus einer Dehnung der Oberfläche resultiert, auf die der Sensor montiert ist.

Verformungsempfindlichkeit

Messfehler verursacht durch die Einbausituation des Sensors.

Impedanz

Der komplexe Widerstand eines Sensors und der dazugehörigen Schaltungen.

Isolationswiderstand

Der elektrische Widerstand zwischen zwei zueinander isolierten Phasen eines Sensors unter der angegebenen Temperatur.

Anstiegsdauer

Die Zeit, welche das Output-Signal benötigt, um einen schlagartigen Anstieg der Messgröße von 10 auf 90% nachvollziehen zu können. Da die Anstiegsdauer aufgrund der Eigenschaften piezoelektrischer Sensoren sehr kurz ist, kann als Faustregel 1/4 der Periodendauer der Überschwingfrequenz herangezogen werden.

Überschwingen

Der gemessene Ausschlag des Signals nach einer abrupten Änderung der Messgröße.

Überschwingdauer

Die Dauer des Nachschwingens mit der Überschwingfrequenz.

Überschwingfrequenz

Die Frequenz, mit der der Sensor-Output nach einer abrupten Änderung der Messgröße nachschwingt.

Grundresonanzfrequenz

Eine Frequenz, mit welcher die Messgröße oszilliert, die zu einem maximalen Output-Signal führt.

Eigenfrequenz

Die Frequenz einer freien Schwingung eines montierten Sensors.

Frequenzansprechen

Die Abhängigkeit des Output/Messgröße-Verhältnisses und dessen Phasenverschiebung bei einer sinusförmig variierenden Messgröße.

Dynamische Merkmale

Merkmale eines Sensors, welche sich auf die Änderung der Messgröße im Zeitverlauf beziehen.

Wiederholbarkeit

Ist die Fähigkeit eines Sensors reproduzierbare Messergebnisse zu liefern, also unter gleichen Bedingungen das gleiche Outputsignal (in %FSO).

Stabilität

Die Fähigkeit eines Sensors seine Performance über eine längere Zeit zu behalten. Also die Gültigkeit der Kalibrierung innerhalb gewisser Grenzen über eine definierte Zeitspanne.

Drift

Eine unerwünschte Veränderung des Output-Signals, welche nicht in Relation zu einer Änderung der Messgröße steht (dieser Effekt kommt selten bei Quarz und anderen Monokristallen vor, häufiger jedoch bei Keramikelementen).

Vibrationsfehler

Der maximale Fehler des Ausgangssignals bei einer Messgröße innerhalb des Messbereichs, hervorgerufen durch eine Vibration des Sensors von bestimmter Amplitude und Frequenz entlang einer definierten Achse (in %FSO).

Beschleunigungsempfindlichkeit

Der maximale Fehler des Ausgangssignals bei einer Messgröße innerhalb des Messbereichs, hervorgerufen durch Beschleunigung entlang einer definierten Achse.

Temperaturgradientenfehler

Die vorübergehende Änderung des Ausgangssignals bei konstanter Messgröße und einer Veränderung der Fluid- oder Umgebungstemperatur.

Temperaturfehler

Die größte Veränderung des Sensorsignals zwischen Raumtemperatur und maximaler Betriebstemperatur.

Thermische Nullpunktverschiebung

Eine Veränderung des Signalnullpunktes, verursacht durch Temperatureinwirkung.

Nullpunktverschiebung

Eine Veränderung des Signalnullpunktes nach einer bestimmten Zeit.

Messtemperaturbereich

Der Temperaturbereich des Messmediums, bei dem der Sensor seine Eigenschaften innerhalb definierter Grenzen behält. Limitiert ist dieser durch die maximale und minimale Temperatur des Messmediums.

Gebrauchstemperaturbereich

Der Temperaturbereich, bei dem die Spezifikationen überschritten werden können, der Sensor jedoch nicht zerstört wird.

Nenntemperaturbereich

Ist der Temperaturbereich, in dem die Spezifikationen des Sensors eingehalten werden.

Bezugsgerade

Eine angenäherte Gerade im Messgröße-Messsignal-Diagramm, bei dem die maximale Abweichung in positive und negative Richtung gleich groß ist. In der Praxis besitzt diese Annäherungsgerade den Signal-Nullpunkt beim Nullpunkt der Messgröße.

Relative Linearitätsabweichung

Die Differenz zwischen höchster positiver und höchster negativer Abweichung des Ausgangssignals der "besten Geraden" mit erzwungenem Nullpunkt in % des Messbereichs.

Relative Umkehrspanne oder Hysterese

Die maximale Abweichung bei einer Messgröße bei deren Zunahme- und Abnahme in % des FSO.

Schwellenwert oder Ansprechschwelle

Ist die geringste Änderung der Messgröße, welche Niederschlag im Outputsignal erfährt.

Empfindlichkeit

Das Verhältnis zwischen Sensoroutput und Messgröße (z.B. pC/N oder pC/bar).

Kalibrieraufzeichnung

Die aufgezeichneten Verläufe der Messgröße des Kalibrierzyklus und des Ausgangssignals.

Kalibrierzyklus

Ist ein bekannter Verlauf der Messgröße, mit welchem der Sensor beaufschlagt wird.

Kalibrierung

Ein reproduzierbarer Test, um das Verhältnis von Messgröße und Ausgangssignal festzustellen.

Überlastung

Die höchste Belastung, bei der der Sensor unter den angegebenen Bedingungen arbeitet. Der Sensor muss die Spezifikationen nicht einhalten, er wird jedoch nicht zerstört.

Messspanne

Ist die Differenz von oberem und unterem Messbereich.

Messbereich

Der vorgesehene Bereich, in welchem der Sensor unter gegebener Genauigkeit messen kann. Dieser Bereich wird durch das obere und untere Limit gekennzeichnet (z.B.: -100°C/+100°C).

Messelement

Der Teil des Sensors, welcher direkt auf die Messgröße reagiert.

Signal

Eine elektrische Größe, abhängig von der Messgröße, produziert durch den Sensor.

Sensor

Ein Gerät, das ein weiterverarbeitbares Signal abhängig von der Messgröße erzeugt.

Messgröße

Eine Eigenschaft, Menge oder ein Zustand, welcher gemessen wird.

Grenzkraft

Oberhalb der Grenzkraft gibt es bleibende Änderungen der Sensoreigenschaften.

Maximale Gebrauchskraft

Die höchste Kraft, bei der der Sensor seine Eigenschaften (Linearität, Empfindlichkeit, …) behält.

Nennkraft

Auslegungskraft für den Sensor. In diesem Bereich werden die vom Hersteller angegebenen Spezifikationen eingehalten.

Nennmessbereich

Entspricht dem Messbereich.

Bruchkraft

Die Belastung, bei der Teile des Sensors zerstört werden.